Zwei Systeme, zwei Stärken
WordPress ist hübsch.
Es ist erreichbar, responsiv, pluginreich.
Und ideal fürs Frontend – für Formulare, Uploads, Portale, Kundenbereiche.
Aber Access bleibt bei mir.
Weil Access Dinge kann, die WordPress nie gelernt hat.
Und weil KMU andere Prioritäten haben als Agenturen mit Designpreis-Ambitionen.
Was Access besser kann
1. Komplexe Datenmanipulation
Mehrere verknüpfte Tabellen in einer Maske, mit direktem Zugriff und Validierung im gleichen Formular?
Mit WordPress? Vergiss es.
In Access:
If Me.Feld1 > 100 And Me.Feld2 = "X" Then
Me.Feld3 = Me.Feld1 * 0.75
End If
Direkt. Ohne Hook, Filter, AJAX und Theme-Kompatibilität.
2. Schnellere Entwicklung
In Access:
- Neue Tabelle
- Formular per Doppelklick
- VBA-Code in 10 Minuten
- Lösung steht
In WordPress:
- Custom Post Type registrieren
- ACF-Felder anlegen
- Form Plugin suchen
- Shortcode basteln
- Styling anpassen
- Benutzerrolle prüfen
- Security durchgehen
- Cache leeren
- Und dann… vielleicht fertig
3. Rechtevergabe auf Feldebene
Access kann Felder ein-/ausblenden oder sperren je nach Benutzerrolle.
WordPress? Kann mit Plugins vielleicht Felder zeigen oder nicht – aber in der Datenbank bleibt alles sichtbar.
4. Lokale Datenverarbeitung (DSGVO)
Manche Daten will ich nicht im Web haben.
Access läuft lokal.
Mit passender Tabellenstruktur:
CREATE TABLE tbl_Personal (
PersonalID COUNTER PRIMARY KEY,
Name TEXT(100),
Geburtsdatum DATE,
Gehalt CURRENCY
)
Kein WP-Admin hat da Zugriff.
Keine API. Kein Angriffspunkt.
Und das ist manchmal genau das, was ein Kunde braucht.
Warum WordPress trotzdem glänzt
WordPress ist stark bei:
- Portalen mit mehreren Rollen
- öffentlichen Formularen
- strukturierter Darstellung für Externe
- SEO und Marketing
- schnellen mobilen Zugriffen
Beispiel: Ein Lieferantenportal.
Das Frontend baut WordPress.
Aber die Lieferscheine, Teilmengen, Chargen? Die pflege ich in Access – und synce nur die genehmigten Daten.
Beispiel: Kombination Access ↔ WordPress
In Access:
Public Sub ExportiereNachWP(LieferscheinID As Long)
Dim http As Object
Set http = CreateObject("MSXML2.XMLHTTP")
http.Open "POST", "https://meinportal.de/wp-json/meineapi/v1/lieferschein", False
http.setRequestHeader "Content-Type", "application/json"
http.setRequestHeader "Authorization", "Bearer geheimtoken"
http.Send "{""id"":" & LieferscheinID & ",""status"":""freigegeben""}"
End Sub
In WordPress:
add_action('rest_api_init', function () {
register_rest_route('meineapi/v1', '/lieferschein', [
'methods' => 'POST',
'callback' => 'speichere_lieferschein',
'permission_callback' => '__return_true'
]);
});
function speichere_lieferschein($req) {
$daten = $req->get_json_params();
$id = $daten['id'];
// Weiterverarbeitung oder Anzeige
return ['status' => 'ok', 'id' => $id];
}
Meine Strategie
- Access für Pflege, Analyse, Import/Export
- WordPress für Anzeige, Kommunikation, Mobilzugriff
- Verbindung über REST oder Datenexport
- Kein Entweder-Oder. Sondern bewusst kombiniert.
Mein Fazit
Access lebt.
Und es lebt gut – wenn Du weißt, wofür.
WordPress ist das Schaf. Access ist der Schäferhund im Hintergrund.
Ich brauch beide. Du vielleicht auch.