Wo KI ihre Antworten herholt und warum Deine Firmen-Website kaum eine Rolle spielt

Viele KMU im Norden haben eine schicke Website. Schönes Layout, ein paar Bilder, zwei Absätze Text. Fertig.

Das Problem: Genau damit bist Du unsichtbar. Nicht nur bei Google – sondern erst recht in den Antworten von KI-Systemen wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini.

Denn eine aktuelle Auswertung (Semrush, Juni 2025) zeigt: KI „holt sich ihre Fakten“ vor allem von ein paar großen Plattformen. Die Top-Quellen sind keine kleinen Firmen-Websites, sondern:

  • reddit.com (40 %)
  • wikipedia.org (26 %)
  • youtube.com (23 %)
  • google.com (23 %)
  • yelp.com (21 %)
  • facebook.com (20 %)
  • amazon.com (19 %)

Dazu kommen TripAdvisor, Instagram, Mapbox, LinkedIn, Quora – alles Plattformen, die massiv Content bündeln.

Und jetzt die schlechte Nachricht: Deine hübsche Firmen-Homepage mit „Über uns“, „Leistungen“ und einem Kontaktformular taucht da nicht auf. Für die KI ist sie schlicht irrelevant.

Warum das so ist:

KIs lernen und zitieren aus Inhalten, die große Reichweite, viele Verlinkungen und hohen Informationsgehalt haben. Genau das fehlt den meisten KMU-Seiten. Dort gibt es nette Bilder vom Team und den Hinweis „Wir beraten Sie gern“. Aber keine tiefen Antworten, keine Diskussionen, keine Fachbeiträge. Für Maschinen ist das Datenmüll.

Was tun?

Du musst Deine Inhalte dahin bringen, wo die KI hinschaut. International sind das Wikipedia, YouTube, Reddit, Yelp, LinkedIn.
Aber auch national und regional gibt es Quellen, die für deutsche Firmen wichtig sind:

  • kununu.com (Arbeitgeberbewertungen, Personalthemen)
  • wer-zu-wem.de (Unternehmensverzeichnisse)
  • 11880.com, GelbeSeiten.de (Branchenverzeichnisse)
  • Trustpilot.de und ProvenExpert.com (Kundenbewertungen)
  • Chefkoch.de (ja, für Gastronomie & Food)
  • holidaycheck.de (Tourismus & Hotellerie)
  • idealo.de und billiger.de (Handel & E-Commerce)
  • heise.de, t3n.de (Tech- und IT-Content mit hoher Autorität)

Wenn Du dort mit Deinen Inhalten, Bewertungen, Fachbeiträgen oder Produktinfos auftauchst, erhöhst Du die Chance, dass KI Dich überhaupt auf dem Schirm hat.

Die Zeiten, in denen eine „Visitenkarten-Website“ reichte, sind vorbei. Sichtbarkeit bedeutet heute: Inhalte aktiv auf den großen Plattformen verteilen. Nicht, weil das hübsch ist – sondern weil das die einzige Chance ist, 2026 in KI-Antworten überhaupt aufzutauchen.

Oder norddeutsch gesagt:
Wenn Deine Website nur aus ein paar Bildern und „Willkommen auf unserer Homepage“ besteht – dann brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn Dich niemand findet. Nicht mal die KI.

Sönke Schäfer, Datenschäfer bei SeSoft GmbH

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