Die ehrliche Entscheidungshilfe für KMU in Schleswig-Holstein
Wenn du heute eine neue Website planst, landest du fast automatisch bei WordPress.
Ist bekannt, kann jeder, läuft schon irgendwie.
Und dann kommt da dieses neue Ding um die Ecke: Astro.
Schneller. Schlanker. Moderner.
Klingt gut. Ist es auch.
Aber eben nicht für jeden.
Hier ist die Gegenüberstellung ohne Marketingfloskeln.
1. Grundprinzip: Baukasten vs. Maßanfertigung
WordPress ist ein Komplettpaket:
- Backend
- Datenbank
- Themes
- Plugins
- Editor
Du bekommst alles. Und genau das ist das Problem.
Astro ist das Gegenteil:
- kein fertiges System
- kein klassisches Backend
- keine unnötigen Bauteile
Du baust nur das, was du wirklich brauchst.
🐑 Übersetzt:
WordPress ist der Werkzeugkoffer.
Astro ist die Werkbank.
2. Performance: Schnell vs. „kommt drauf an“
Astro ist von Haus aus schnell. Sehr schnell.
Warum?
- Seiten werden vorab generiert (statisch)
- kaum JavaScript
- kein unnötiger Ballast
WordPress kann auch schnell sein.
Aber nur wenn:
- gutes Hosting
- sauberes Theme
- wenige Plugins
- regelmäßige Pflege
Die Realität in KMU:
„Wir haben da mal 12 Plugins installiert…“
Dann wird’s langsam.
🐑 Klartext:
Astro ist schnell, weil es nichts mitschleppt.
WordPress ist schnell, wenn sich jemand kümmert.
3. Pflege & Bedienung: Redakteur vs. Entwickler
WordPress:
- Login im Browser
- Inhalte bearbeiten wie in Word
- auch ohne Technikkenntnisse nutzbar
Astro:
- Inhalte liegen als Dateien (z. B. Markdown)
- Änderungen laufen über Code oder Git
- kein klassisches Backend
Das ist der größte Unterschied.
🐑 Ehrlich:
WordPress kann dein Mitarbeiter pflegen.
Astro eher nicht.
4. KI-Einsatz: Zwei völlig verschiedene Welten
Mit neuen Möglichkeiten wie MCP wird WordPress plötzlich spannend:
- KI kann Inhalte schreiben
- Seiten umbauen
- SEO optimieren
- direkt im System arbeiten
WordPress wird zur KI-gesteuerten Content-Maschine.
Bei Astro läuft es anders:
- KI erstellt Seiten, Komponenten und Inhalte
- Änderungen passieren im Code
- eher „KI als Entwickler“, nicht als Redakteur
🐑 Kurz gesagt:
WordPress + KI = Betrieb automatisieren
Astro + KI = Erstellung automatisieren
5. Sicherheit & Wartung
WordPress:
- regelmäßige Updates (Core, Themes, Plugins)
- Sicherheitslücken entstehen oft durch Plugins
- Wartung ist Pflicht
Astro:
- keine klassische Angriffsfläche
- keine Plugins im WordPress-Sinne
- deutlich weniger Wartung
🐑 Realität:
WordPress braucht Pflege wie ein Firmenwagen.
Astro ist eher ein Fahrrad.
6. Datenbank: Der stille Unterschied
WordPress:
- basiert auf MySQL-Datenbank
- Inhalte, Einstellungen, alles liegt dort
Astro:
- keine Datenbank notwendig
- Inhalte als Dateien oder über externe Systeme
Wenn du willst, kannst du eine Datenbank anbinden.
Aber du musst es bewusst tun.
Typisch bei Astro:
- Inhalte als Markdown
- oder Headless CMS wie Strapi, Sanity oder Contentful
🐑 Wichtig:
Astro zwingt dich zu einer Entscheidung.
WordPress nimmt sie dir ab.
7. Flexibilität: Freiheit vs. Komfort
WordPress:
- riesiges Plugin-Ökosystem
- schnelle Lösungen für fast alles
- aber oft Kompromisse
Astro:
- maximale Freiheit
- keine unnötigen Abhängigkeiten
- dafür mehr Eigenleistung
🐑 Unbequem, aber wahr:
WordPress ist bequem.
Astro ist sauber.
8. Typische Einsatzbereiche
WordPress passt gut für:
- klassische Unternehmensseiten
- Blogs mit häufigen Updates
- Websites mit mehreren Redakteuren
- schnelle Umsetzung ohne viel Entwicklung
Astro passt gut für:
- Landingpages mit Fokus auf Performance
- SEO-getriebene Seiten
- schlanke Firmenwebsites
- standardisierte Webprojekte
9. Kosten: sichtbar vs. versteckt
WordPress:
- günstig im Einstieg
- Kosten steigen mit Plugins, Wartung, Problemen
Astro:
- höhere Einstiegshürde (Entwicklung)
- dafür langfristig weniger laufende Kosten
🐑 Klassiker:
WordPress ist billig am Anfang und teuer im Betrieb.
Astro ist teurer am Anfang und ruhig danach.
10. Fazit: Was passt zu deinem Unternehmen?
Die falsche Entscheidung ist nicht „WordPress oder Astro“.
Die falsche Entscheidung ist: „Wir machen einfach wie immer.“
Wenn du willst, dass dein Team Inhalte selbst pflegt:
→ nimm WordPress.
Wenn du maximale Performance und saubere Technik willst:
→ schau dir Astro an.
Wenn du beides willst:
→ kombiniere.
Zum Beispiel:
- Marketing-Seiten mit Astro
- Blog oder Inhalte mit WordPress (Headless)
🐑 Zum Schluss, ganz trocken:
WordPress ist die Herde.
Astro ist der Schäferhund.
Beides hat seinen Platz.
Du solltest nur wissen, wen du gerade brauchst.
Datenschäfer sagt:
Wenn du unsicher bist, was für dein Unternehmen sinnvoll ist:
Ich schaue mir deine aktuelle Website an und sage dir ehrlich, wo du stehst.
Ohne Buzzwords. Ohne Verkaufsfolie.
Dafür mit klarer Meinung.



